Kanzlerblog

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Monatsarchive: Juli 2011

Microsoft gratuliert Linux – ja und?

Zum 20. Geburtstag des freien Betriebssystems Linux hat die Linux Foundation dazu aufgerufen, Glückwunsch-Videos einzureichen. Auch der langjährige erbitterte Wettbewerber Microsoft hat sich in die Schar der Gratulanten eingereiht. Eigentlich eine nette Geste. Aber so richtig überzeugend wirkt es nicht.

Dank Googles Handy-Betriebssystem Android, das auf Linux basiert,  verdient Microsoft heute einen Haufen Geld mit Linux – indirekt. Das „Microsoft and Linux“ am Schluss wirkt aber dann doch eher anbiedernd als aufrichtig…

Wie unappetitlich

Trübe Aussichten im Sommerloch

Deutschland ist der drittgrößte Rüstungsexporteur der Welt. Das hören wir in letzter Zeit öfter. Panzer für Saudi Arabien. U-Boote für Israel. Marineboote für Angola.

Journalisten unken bereits, die Rüstungsexporte könnten ein beherrschendes Thema im sich abzeichnenden Sommerloch werden. Wie unappetitlich. Aber sicher nicht verkehrt, wenn das Thema mal aus den dunklen Hinterzimmern der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik an das Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird. Wofür so ein Sommerloch so alles gut sein kann.

Vallartina wird jetzt im sonnigen Mexiko wieder fragen: Wieso SOMMERloch? Tja, Recht hat sie im Moment. Derzeit scheint es eher ein kalendarisches Ereignis als ein meteorologisches Phänomen zu sein. Oder ist Sommerloch einfach, wenn die Leute dahin fahren wo der Sommer stattfindet und hier nix los ist?

Kann sein. Die Bundeskanzlerin ist ja auch im sonnigen Afrika und kurbelt die Rüstungsindustrie an. Nur die, die zu hause bleiben müssen, sind neidisch und machen die Rüstungspolitik zum Thema für das große Loch zur Urlaubszeit…

Falls das Sommerlich aber doch noch stattfindet: Habt Ihr eine spannende Geschichte zu erzählen? Dann aber her damit! Und das mit dem Wetter wird schon werden.

Die grosse Sommerloch-Parade

Eines der seltsamsten meteorologischen Phänomene der Medien- und Informationsgesellschaft ist das Sommerloch. Es kommt so sicher wie Siebenschläfer und die Eisheiligen. Aber man weiss vorher nie, was es bringt. Viel Irrelevantes, so viel steht fest. Oft auch Müll. Besonders dann, wenn die Politiker der dritten und vierten Reihe sich mal wieder profilieren wollen, während die Alphatiere im Urlaub sind. Das nennt man dann Sommertheater.

Und dann gibt es immer wieder diese kleinen, feinen Geschichten. Auslandskorrespondenten berichten auf einmal über Dinge in fernen Ländern, die man in der täglichen Flut der Katastrophen und Skandale nicht zu lesen, hören und zu sehen bekommt. Kleinere Unternehmen und Verbände nutzen ihre Chance, auch einmal mit einer richtig guten Story Aufmerksamkeit zu erregen. Es ist eine Zeit der Geschichten…

Habt Ihr auch eine Sommerloch-Geschichte zu erzählen? Ein toller, ungewöhnlicher Bericht am Rande der Nachrichtenflut in Print, Netz, Funk und Fernsehen? Eine außergewöhnliche Idee aus Eurer Umgebung oder Eurer Arbeitswelt? Vielleicht sogar Eure eigene Idee oder Aktion?

Dann postet doch einen Kommentar oder schickt Eure Story an medienkanzler(at)genion.de. Die schönsten Geschichten kriegen einen Platz im Blog. Ich freu mich drauf!

Rettet das Sommerloch!

Endlich ist es so weit: Das Sommerloch hat Nordrhein-Westfalen erreicht.

Nachrichten im WDR Radio: Weniger Steuern für die Bürger, mehr Geld für Griechenland, Panzer für Saudi Arabien. Und dann ist da noch diese Breaking News aus Hamburg: Ein Eichhörnchen war in einem Gullideckel fest geklemmt. In einer dramatischen Rettungsaktion hat die Feuerwehr das Tier samt Gullideckel ins Tierheim gebracht. Dort wurde es betäubt und mit einer Säge befreit.

Trotzdem, es bleiben offene Fragen. Wie lange etwa muss das Tier noch im Heim verweilen? Bekommt es eine spezielle Diät, um wieder zu Kräften zu kommen? Wie ist es überhaupt um seinen Gesundheitszustand bestellt? Gibt es ein Spendenkonto?

Aber Scherz beiseite. Die Nachricht mag originell sein, aber der Nachrichtenwert kommt doch dem des sprichwörtliche Sack Salz in Chicago verdächtig nahe. Es besteht nicht einmal ein regionaler Bezug. Chicago lässt grüßen.

Eindeutig: Das Sommerloch ist da. Doch ein Eichhörnchen macht noch keinen Sommer. Jetzt sind Ideen gefragt. Die Spannung steigt. Rettet das Sommerloch!