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Auf der Suche: Interview mit Leonie


Leonie war auf der Suche. So stand es jedenfalls ein Jahr lang über ihrem Blog. In der Zeit hat sie bei Post A Day 2011 mitgemacht und Tag für Tag fleißig gebloggt. Einen großen Teil der Zeit hat es sie mit ihrem Hund nach Teneriffa verschlagen. Von dort hat sie ihre Leser unter anderem mit farbenfrohen, sonnigen und lebendigen Bildern verwöhnt. Richtige Postkartenmotive. Jetzt ist sie zurück im kalten Deutschland. Statt „Sucherin “ führt ihr Blog nun Leonies Leben im Titel. Hat sie gefunden was sie gesucht hat? Im Interview erzählt sie von einem bewegten Jahr und davon wie es weitergeht.

Liebe Leonie, Du scheinst nicht mehr so ganz an deutsche Temperaturen gewönnt. Wie lange warst Du auf Teneriffa und seit wann bist Du wieder zurück?

Nach zwei Wochen Eingewöhnungszeit habe ich mich langsam wieder an die deutschen Temperaturen gewöhnt. Ich habe auch keine andere Wahl, denn als Hundebesitzerin geht es unabhängig vom Wetter mehrfach am Tag hinaus. Ich war von Anfang November bis Anfang Februar, also fast genau drei Monate auf Teneriffa.

Was hat Dich eigentlich nach Teneriffa verschlagen?

Leonie auf Teneriffa

Im letzten August habe ich meine Arbeit, der ich mehr als intensiv über 20 Jahre nachgegangen bin, beenden müssen. Aus diesem Grund benötigte ich eine Auszeit, um über mein weiteres Leben und Wirken nachzudenken. Daher auch der ursprüngliche Blogname „Sucherin“. Da ich die Wärme liebe und gleichzeitig nicht zu weit von meiner Familie, die in Bonn zurückblieb, sein wollte, fiel die Wahl auf Teneriffa.

Wie kamst Du auf die Idee, bei Post A Day 2011 mitzumachen?

Bereits Anfang des letzten Jahres zeichnete sich für mich ab, dass sich mein gesamtes Leben ändern würde und ich nach einem neuen Sinn und neuen Inhalten für mich würde suchen müssen. Da ich zeitgleich auch ein wenig mehr Zeit zu Hause verbringen konnte, fing ich an zu bloggen, um in Kontakt mit anderen Bloggern zu kommen und über mich selber zu reflektieren. Jeden Tag etwas zu schreiben ist nicht immer einfach, kann aber manchmal auch sehr hilfreich sein.

Jeden Tag bloggen, dazu noch haufenweise Fotos ins Netz stellen. Da gab es allerhand zu tun. Wie war das Jahr für Dich?

Persönlich hat es in dem Jahr einen tiefen Einschnitt in meinem Leben gegeben. Dennoch war die Zeit einfach wunderbar. Jeder Tag war neu und frisch. Ich habe viel gesucht, mich mit vielen lieben Menschen ausgetauscht und viele neue Dinge ausprobiert. Der Höhepunkt des Jahres war natürlich für mich die Zeit auf Teneriffa ab Anfang November. Ich habe nicht nur viel von der Insel gesehen und viele nette Menschen kennen gelernt, sondern auch noch einige für mich wichtige „Buchprojekte“ abgeschlossen. Nebenbei konnte ich auf der Insel Spanisch lernen, fotografieren und ausgiebig mit dem Hund wandern gehen.

Ein Jahr auf der Suche nach dem Glück hast Du es gefunden?

Ich habe nicht wirklich das Glück gesucht. Ich glaube Glück ist immer da. Man muss es nur sehen. Im Grunde habe ich eher nach einem neuen Leben für mich, nach Sinn und Inhalten gesucht. Am Ende des Jahres hatte ich dann tatsächlich das Gefühl, dass die Suche zu Ende ist. Ich hatte mich und mein neues Leben gefunden. Auch wenn noch nicht alle Vorhaben umgesetzt sind und es noch viel zu tun gibt, um die ganzen kleinen gefundenen Mosaiksteinchen zusammen zu setzen, habe ich das Gefühl auf der richtigen Schiene im zweiten Leben (wie ich es nenne) zu sein. Mein zweites Leben hat begonnen und verläuft auf der für mich gefühlten richtigen Bahn.

Was waren Deine drei wichtigsten Erfahrungen in diesem Jahr?

Erstens habe ich gelernt, dass eine große Krise tatsächlich auch eine große Chance sein kann. Als zweites, dass sich Wünsche erfüllen, wenn man dem Herzen und der Intuition folgt. Und ich habe erfahren, dass es mir Freude macht über Grenzen zu denken, über Grenzen zu gehen und mit mir und anderen in Kontakt zu sein.

Leonie mit ihrem wilden verfressenen Labrador

Wie geht es weiter? Zurück nach Teneriffa?

Zunächst gibt es einige Dinge in Deutschland zu erledigen. Mir schwebt eine nahe Zukunft zwischen Deutschland und Teneriffa vor. Ich hoffe, dass ich meine diesbezüglichen Pläne verwirklichen kann.

Und was hast Du sonst noch so vor?

Im Hinterkopf schweben mir noch so einige Dinge herum, die ich ausprobieren, lernen und erleben möchte. Auch gibt es auf der Landkarte noch einige Länder, die ich gerne bereisen möchte. Dann werde ich weiter meine Buchprojekte verfolgen, fotografieren und weiterhin Spanisch lernen. Auch ausgedehnte Wanderungen mit dem Hund stehen auf dem täglichen Programm. Bloggen werde ich nach wie vor regelmäßig, wobei ich in diesem Jahr keine Verpflichtung zum täglichen Bloggen eingegangen bin. Ich blogge dann, wenn ich meine etwas zu sagen zu haben. Im Blog ist mir zurzeit das Projekt Ideenparty sehr wichtig, da ich davon überzeugt bin, dass sich Wünsche und Träume mit Hilfe von anderen Menschen verwirklichen lassen und ich selber gerne andere Menschen bei ihrer Wunschverwirklichung unterstütze.

Erzählst Du uns von Deinen Buchprojekten?

Da ich auf Teneriffa ausreichend Zeit hatte, habe ich diese genutzt und zunächst nur für mich meine eigene kleine Biografie aufgeschrieben. Weiterhin habe ich ein Buch geschrieben, das ich immer schon schreiben wollte. Ob ich es verlegen kann oder als E-Book oder Book on Demand herausbringen werde, wird die nächste Zeit zeigen. Und da ich einmal gerade so gut dabei war, habe ich noch mit einigen Kinderbuchgeschichten, die sich um meinen wilden verfressenen Labrador drehen, weiter gemacht.

Das macht ja richtig Lust zu lesen. Liebe Leonie, vielen Dank dass Du Dir die Zeit genommen hast. Grüß Deine Familie und Deinen Hund und lass uns schön weiter an Deinem Leben teilhaben!

Mehr über Leonies Suche und Leben gibt es unter searchforluck.wordpress.com

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6 Antworten zu “Auf der Suche: Interview mit Leonie

  1. wholelottarosie 28. Februar 2012 um 15:52

    Schön, etwas mehr von Leonie und Leonie`s Hund kennen zu lernen! Ja, einen neuen Weg einzuschlagen ist gar nicht so einfach, denn oft bewegt man sich in einer festgefahrenen Spur – wie auf Schienen. Und oft genug steckt man in einem Leben fest, dass gar nicht mehr zu einem passt.
    Ein Tapetenwechsel ist sehr hilfreich, um aus einer anderen Perspektive die möglichen anderen Wege ins Auge zu fassen.
    LG von Rosie

  2. Vallartina 28. Februar 2012 um 02:02

    Tolle Sache, Deine Interviews! Und Leonie wünsche ich, dass sie sich nun ihr “neues” Leben bestens einrichtet!
    Servus!

  3. Pingback: Leonie is on the road again « Leonies Leben

  4. Mathilda 22. Februar 2012 um 22:46

    Danke für den interessanten Bericht!!

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