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Kategorie-Archiv: Zeitgeschehen

Muttertag in NRW

Am 13. Mai ist Muttertag. Und der BVB hat Meisterfeier. Aber erst um 18:09 Uhr. Wegen Muttertag? Neee, wegen der Wahlen in NRW.

Das ist schon kurios. Denn im größten Bundesland gibt es Neuwahlen. Weil die Regierung über den Haushalt gestolpert ist. Und ausgerechnet diesen Haushalt wollen die selben Frauen in Zukunft machen, die gerade erst daran gescheitert sind. Nein, so grün sind sie sich dann doch nicht, dass die eine der anderen ihre Zweitstimme schenken würde. Da mussten doch rasch noch ein paar Wahlplakate neu gedruckt werden. Ansonsten herrscht Einigkeit und eitel Sonnenschein.

Ob es am Muttertag liegt, dass der Herausforderer Beißhemmung hat? Oder hat es ihm Berlin einfach so angetan, dass er sich lieber vornehm zurückhält? Ein Blick auf die Plakate mit seinem Konterfei suggeriert, wir müssten uns mit der Wahl bis Vatertag gedulden. Aber die Benachrichtigung war schon in der Post: 13. Mai. “Dafür brauchen wir Kraft“, sagt die Mutter der Nation. Die heißt derzeit Angela Merkel. “Kraft”, so heißt auch die Landesmutti. Und auf ihren Plakaten gibt sie die Ministerpräsidentin der Herzen. Vergleiche mit verstorbenen Prinzessinnen sind rein zufällig und vom Wahlkampfteam sicher nicht beabsichtigt…

Und dann wären da noch die Piraten. Deren Fraktionsgeschäftsführer im Berliner Abgeordnetenhaus hat wohl beschlossen, dass man erst einmal genug Landtage “geentert” hat, wie es die Medien so gerne nennen. Er zieht die Notbremse und hat ein Mittel, das in aller Regel todsicher wirkt: Nazi-Vergleiche haben bisher noch jede politische Aufwärtsbewegung ins Bodenlose fallen lassen. Ob das auch in diesem Fall reicht? Einen Versuch war es ja mal wert…

Ansonsten gilt: Wahlkampf mit der Piemontkirsche. Denn am 13. Mai ist Muttertag. Wie es ausgehen wird? Lassen wir uns überraschen. Sollen sich die Demoskopen doch ihre eigenen Köpfe zerbrechen. Nur soviel ist sicher: Die Meisterschale bleibt im Pott. Aber gefeiert wird erst nach der Wahl.

Damit meldet sich der Medienkanzler zurück. War ein bisschen turbulent die letzten Wochen. Bilder und Links folgen bei Gelegenheit. Heute erst mal schnell per Handy gepostet. Bis bald!

Nachtrag, 28.04.2012: So, jetzt auch mit Bild und verlinkt. Viel Spaß!

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler stellt sein Amt zur Verfügung

Einer der nützlichsten Dienste auf Facebook ist sicher „die tägliche Nachrichtenvorschau“ von Welt Online. Hier ist neben bevorstehenden Ereignissen aus Politik und Wirtschaft regelmäßig auch allerhand nützliches in Erfahrung zu bringen. Der Welttoilettentag beispielsweise wurde dort frühzeitig angekündigt. Da erfolgte der erste Gang an diesem denkwürdigen Tag im vollen Bewusstsein seiner herausragenden Bedeutung.

Und heute gibt es das zu lesen: „Wirtschaftsminister Philipp Rösler muss das Amt turnusmäßig nach einem Jahr abgeben“. Nein, nicht das des Wirtschaftsministers. Das ist er ja erst seit Mai 2011. Es geht um das Amt des Oldenburg Grünkohlkönigs. Heute wird beim Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten ein neuer Monarch gekürt.

So ist das in unserer Mediendemokratie: Minister kann man stürzen, oder sie bringen sich selbst zu Fall. Bundespräsidenten können gehen oder bleiben wie sie wollen. Könige aber scheiden in Würde turnsmäßig aus dem Amt.

Guten Appetit!

Titanic ist diesmal die bessere Bild oder: Ist unser Bundespräsident noch zu retten?

Ist in der Affäre um den Bundespräsidenten alles gesagt? Jetzt ja. Und Bild kann noch vom Satiremagazin Titanic lernen:

Besser als Bild: Titanic (Quelle: Titanic)

Besser als Bild: Titanic (Quelle: Titanic)

Bleibt die Frage, ob Wulff sich diese Woche noch im Amt halten kann. Dem Duisburger OB Adolf Sauerland hat er ja schon einmal den Rücktritt nahe gelegt. Aber vielleicht hat der jetzt noch ein paar Tipps für ihn…? Ach ja, und von wegen „das Amt nicht beschädigen“ – da ist wohl eh nix mehr zu machen…

Dinner For One

Eine südafrikanische Fast Food-Kette wirbt in einem Video-Spot mit dem einsamen Robert Mugabe, der an der leeren Dinnertafel sitzt und von der guten alten Zeit mit seinen verstorbenen Diktatoren-Freunden träumt. Geschmacklos? Nö, eigentlich ziemlich witzig. Und echt gut inszeniert. Aber ob das Lust auf Fast Food macht? Kuckstu:

Es macht die Welt nicht besser, über all das Schlimme, das auf  ihr geschieht, zu lachen. Aber manchmal hilft es. Guten Appetit!

Heute ist Welttoilettentag

Heute jährt sich zum zehnten Mal der Welttoilettentag. Ein denkwürdiges Jubiläum. Das ist kein Witz. Es gibt eine Welttoilettenorganisation. Tatsächlich. Die hat ihn bei der Uno angeregt und durchgesetzt. Das ganze wird begleitet von einem World Toilet Summit.

Wikipedia weiß über den Tag unter anderem zu berichten: „Der Welttoilettentag soll die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft wachrütteln. Er will Tabus beseitigen, statt weiterhin zu verdrängen, dass das Toilettenproblem für einen Großteil der Menschheit nicht gelöst ist. Von den nationalen Regierungen wird gefordert, mindestens drei Prozent ihrer Ausgaben für Sanitär- und Wasserversorgung aufzuwenden, aber auch die Korruption im Wassersektor zu bekämpfen. Alleine durch Bestechung und Bestechlichkeit verschwinden, so wird geschätzt, zwei Milliarden US-Dollar jährlich in zweifelhaften Geldkanälen und Taschen statt zur Lösung der Probleme, insbesondere durch alternative Sanitär- und Wassertechnologie, beizutragen.“

Die Ziele, die damit verfolgt werden, mögen ja ehrenwert sein. Trotzdem wirkt es auf den ersten Blick ein wenig skurril. Aber auch über solche Dinge sollte man sicher mal nachdenken.