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Schlagwort-Archiv: GEZ

Die Stimmen der anderen…

Na, so ganz allein scheine ich ja nicht mit meiner Meinung zum GEZ-Blog dazustehen. Nicht nur Häme, sondern oft so eine Mischung aus Skepsis, Wohlwollen und grundsätzlich-Schritt-in-die-richtige-Richtung. Und natürlich der übereinstimmenden Feststellung, dass die Behörde noch viel dazulernen muss…

Hier mal eine kleine Auswahl von anderen Bloggern:

Die GEZ und der Supergau im Internet

GEZ Forum + Blogs

GEZ noch? – Der GEZ Blog

Sagt der GEZ die Meinung!

GEZ meets Kritiker: Mit Blog, Forum und Chat in die Charmoffensive

Gestern kurz vor Ladenschluss…

Doch, das neue GEZ-Forum ist eine Bereicherung für die Internet-Community. Auch wenn es wochenends und nach 22:00 Uhr geschlossen hat. Wo sonst gibt es so lustige Posts wie diesen: Onkel empfängt Radio über Metallplatte im Kopf – GEZ Pflichtig? Und so kompetente Antworten?

Hat jemand noch kurz vor Ladenschluss in das moderierte Forum eingestellt :-)

Siehe dazu auch: Die GEZ bloggt

Die GEZ bloggt

Die GEZ bloggt und stellt sich dem Dialog. Ab sofort Montags bis Freitags von 8-22:00 Uhr auf www.gez-meine-meinung.de . Lauter nette Mädels, die da bloggen, aber ihre Nachnamen vorsichtshalber nicht verraten. Muss unheimlich hip sein, da zu arbeiten.

Und wie angeregt da immer diskutiert wird. Im Forum finden sich Beiträge mit Vermerken wie „*** Leider haben Sie mit Teilen Ihres Beitrags gegen den Allgemeinen GEZ-Knigge verstoßen. Teile Ihres Beitrags wurden vom Moderator gelöscht. Der gelöschte Teil wird wieder eingeblendet, wenn Sie an die GEZ-Mafia eine Gebühr dafür entrichten. ***“ Klingt wie ein ziemlich angepisster Moderator. Andere, nicht zensierte Beiträge tragen Titel wie „Unrecht gegenüber der GEZ“ oder handeln von Leuten, die gerne GEZ Gebühren zahlen. Wieso lesen die sich eigentlich alle genauso wie die Blog-Posts? Muss Zufall sein.

Auf jeden Fall heißt es: „Wir bloggen aus Spaß an der Freude. Hinter den Blogeinträgen steht nicht die GEZ, sondern wir Mitarbeiter selbst. Wir hoffen, Sie haben ebensoviel Spaß am neuen GEZ-Mitarbeiterblog! Auf Ihre Meinungen sind wir gespannt.“

Vielleicht bloggen sie ja wirklich selbst. Aber dann sind die Texte wohl in den Mühlen der Unternehmenskommunikation weich gespült worden. Nein, Anja M., Daniela K. und wie sie alle heißen, bisher wirkt das nicht gerade authentisch. Aber ist ja auch ein harter Job, bei dem die Damen lauthals „hier“ gerufen haben sollen. Und wenn das wirklich wahr ist, dann verdient der Versuch doch immerhin schon Respekt.

Na dann mal viel Spaß!

Zur Haltung der GEZ zu Blogs und Meinungsfreiheit siehe auch:

Öffentlich. Rechtlich?

Öffentlich. Rechtlich?

Das NDR-Medienmagazin Zapp macht mobil. Gilt die Pressefreiheit nicht für Blogger? Enthüllt wird der skandalöse Umgang mit dem Blogger Bernd Höcker, der es sich zum Hobby gemacht hat, sich gegen die GEZ-Gebühr zu wehren und in seinem Blog aus dem Nähkästchen plaudert. Der Blogger muss den größten Teil seines Blogs löschen oder wird zu einer Strafe von 50.000 Euro verdonnert. „Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet beschnitten, wohin bewegt sich der Rechtsstaat?“ Im Blog von Zapp wird heftig diskutiert. Alle sind sich einig: Ein solches Vorgehen dürfen die Bürger nicht tolerieren.

Schön wär’s. Das Medienmagazin setzt sich zwar für die Pressefreiheit und die Rechte von Bloggern ein. Zur Causa Brender titelte es: „Das ZDF in den Fängen der Politik.“ Und unter dem Titel „Journalistenfrust – Gerichtsurteile behindern Berichterstattung“ geht es unter anderem darauf ein, wie die Berichterstattung von Journalisten und Bloggern im Netz durch Gerichte in Hamburg immer wieder behindert und die freie Meinungsäußerung beschnitten wird. Jetzt ist Blogger Bernd Höcker in die Fänge des NDR geraten. Es ist eine Sache, es sich zur Lebensaufgabe zu machen, der GEZ-Gebühr zu entfliehen. Wir alle profitieren vom öffentlich rechtlichen Rundfunk. Jemand, dem Abenteuerliches in diesem merkwürdigen Kampf widerfährt, sollte aber auch darüber berichten dürfen. Es ist erschreckend, wie ein Sender, der eigentlich Garant für Pressefreiheit und Meinungsvielfalt sein sollte, mit unbequemen Bloggern verfährt.

Ein Gutes hat die Sache. Die Causa Höcker ist jetzt in aller Munde. Die Blogosphäre ist voll davon. Und alle wissen, was sie vom Vorgehen des NDR zu halten haben. Der Blog http://www.gez-abschaffen.de/ hätte das alleine nie geschafft…

Verdiente Auszeichnung

Das Handelsblatt hat mitten in der Medienkrise einen fulminanten Relaunch hingelegt. Einige Monate zuvor hat Chefredakteur Bernd Ziesemer das Konzept auf einer Podiumsdiskussion vorgestellt. Es schien wohl durchdacht, aber ein gewagtes Experiment. Tabloid Format. Starke Vernetzung von Print-Titel und medialen Inhalten. Twitter. Facebook. Mobile Angebote für Smartphones. Das ganze gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Zielgruppe immer mobiler wird.

Es hat funktioniert. Und zwar richtig gut. Das Format wurde schnell angenommen. Auch ich, der sich als latent Neophober mit solchen Wechseln immer ein wenig schwer tut, habe nur ein paar Tage geraucht. Die Vernetzung von Print und Online ist intelligent gemacht. Ein Beitrag in der Zeitung verweist beispielsweise auf ein ganzes Online-Dossier zum Nachlesen. Und auf beiden Kanälen gibt es nicht nur Zweitverwertungen, sondern auch viel Exklusives. Es wird viel drüber geredet, und immer wieder ist in den Gesprächen zu hören, dass das Format ideal ist, um es auf Reisen mitzunehmen.

Die Auszeichnung „Chefredakteur des Jahres“ vom mediun magazin hat Ziesemer deshalb absolut verdient. Während andere Verlage das Internet am liebsten abschaffen oder in Pay TV (das ja bekanntlich sehr erfolgreich ist!) verwandeln wollen, hat er die Zeitung neu erfunden. Gratuliere!

Ebenfalls verdient ist sicher die Auszeichnung für Nikolaus Brender als Journalist des Jahres. Hier wurde ein Zeichen gegen das Staatsfernsehen gesetzt. Der Fehler liegt offenbar im System. Es kann eigentlich nicht angehen, dass diejenigen den Rundfunk kontrollieren, über die er berichten soll. Bisher hat aber von dieser Macht niemand so hemmungslos und offensichtlich Gebrauch gemacht wie der hessische Ministerpräsident. Eigentlich sollte man dafür einen Monat die GEZ-Gebühr boykottieren. Kommentare erwünscht!