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Die Titanic geht unter – in Echtzeit auf Twitter

Titanic: The Myths and Legacy of a Disaster. Einer von vielen Titeln aus dem Verlag The History Press. 100 Jahre nach dem Untergang kann das Unglück auf Twitter miterlebt werden.

Titanic: The Myths and Legacy of a Disaster (Quelle: The History Press)

Am 15. April jährt sich zum 100. Mal der Untergang der Titanic. Auf Twitter kann man ihn in Echtzeit miterleben. Inszeniert wird die Katastrophe von dem britischen Verlag The History Press, der gleich eine ganze Reihe von Titeln über den Untergang des legendären Kreuzfahrtschiffes anzubieten hat. Da kann man also alles direkt nochmal nachlesen. Schon jetzt hat der Account fast 20.000 Follower. Erstklassige Öffentlichkeitsarbeit!

Die Vorbereitungen für den Untergang sind bereits in vollem Gange. Einen ausführlichen Bericht inklusiv Verweise auf Hashtags, unter denen unterschiedliche Blickwinkel auf das historische Ereignis wiedergegeben werden, gibt es auf golem.de.

Was wir uns später mal im Altenheim erzählen werden

Herrliches Video von der Social Media Week. Professionell in Szene gesetzt. Ohne Kommentar…

Jenseits von Disneyland: Begegnung mit dem echten Peter Pan

J. M. Barrie’s „Peter Pan in Kensington Gardens“ mit Illustrationen von Arthur Rackham

Peter Pan in Kensington Gardens von James Matthew Barrie Illustrationen von Arthur Rackham

Peter Pan in Kensington Gardens, Verlagshaus Mescheryakov, 2011

Peter Pan kennt jeder. Walt Disney’s Junge, der nicht erwachsen werden will und in dessen Nimmerland alles wahr wird, was man sich wünscht. Walt Disney’s Peter Pan? Nein, Peter Pan ist genauso wenig eine Figur von Walt Disney wie der Glöckner von Notredame oder Hänsel und Gretel. Der echte Peter Pan ist eine Schöpfung des schottischen Schriftstellers J. M. Barrie. Er hat den Stoff über die Jahre variiert und weiterentwickelt, es gibt daher nicht „die“ Geschichte von Peter Pan. Es begann 1906, als Barrie die Erzählung „Peter Pan in Kensington Gardens“ in sechs Kapiteln herausgab. Liebe- und kunstvoll illustriert wurden die Geschichten von Arthur Rackham.

Diese ersten Geschichten von Peter Pan liegen nun in einer wundervollen bibliophilen Ausgabe aus dem Verlagshaus Mescheryakov, Wien vor. Die einfühlsame Übersetzung stammt von Selma Urfer. Das Buch an sich ist schon ein verlegerisches Meisterwerk: Im Zeitalter von E-Books und Massenkonsum gibt der Verlag Mescheryakov ein Beispiel für echte Buchdruckkunst. Eine Ausgabe für Liebhaber.

Eigentlich müsste jetzt etwas zum Inhalt kommen. Das würde dieser Ausgabe aber nicht gerecht. Darum erst einmal etwas zur Gestaltung, denn die ist wahrscheinlich das erste, was die meisten Leser in seinen Bann zieht wird. Allein das Buch in der Hand zu halten ist ein Erlebnis. Die außergewöhnlichen Illustrationen, eine ganz eigene, magische Symbiose von Jugendstil und Phantasy, lassen ein echtes Lesevergnügen erwarten – das beginnt schon beim Cover. Der wertig gestaltete Einband ist auch ein haptisches Erlebnis. Das Holz der dargestellten Bäume lässt sich regelrecht ertasten. Die Schrifttypen sind reliefartig hervorgehoben. Man muss das Buch einfach erst einmal streicheln, bevor man es vorsichtig und mit einem kleinen bisschen Herzklopfen aufschlägt.

Die Geschichte spielt in Kensington Gardens in London. Sie ist das, was man „very British“ nennt und sicher wird das Buch noch einmal zu einem ganz anderen Erlebnis, wenn man schon mal dort gewesen ist. Die Anmerkungen in dieser Ausgabe sind hilfreich, um sich den doch recht ungewöhnlichen Stoff zu erschließen. Der Peter Pan, der darin anzutreffen ist, ist so ganz anders als der kesse Junge aus den Disney-Filmen: Nackt, ein Baby noch. Gerade erst mal sieben Tage alt, als er seiner Mutter durch das Fenster davonfliegt. Und von da an bleibt er so. Er wird zu einem „Zwischendrinling“, der aussieht wie ein Junge und spielen will wie andere Jungen. Aber er weiß nicht wie das geht. Sein Domizil ist eine Insel im Park, auf der Vögel leben und die Kinder ausbrüten, welche die Menschen dort bestellen. Nachts, wenn die Tore des Parks geschlossen sind, verlässt er die Insel in einem Drosselnest, das ihm als Boot dient- denn die Drosseln können die besten, wasserfesten Nester bauen. Die Elfen, die im Park leben, tagsüber schlafen und nachts und keine Menschen dort dulden, akzeptieren ihn, so dass er Nacht für Nacht im Park seine ungewöhnlichen Spiele spielt und kleine Abenteuer erlebt. Aber so viel sollte gar nicht verraten werden. Die sehr eigenwilligen Geschichten lassen sich ohnehin nur schwer wiedergeben.

Das Buch lädt zu einer ungewöhnlichen Reise ein, auf die man sich einlassen muss. Es will erobert werden. Es überrascht. Die Geschichte selbst zieht wahrscheinlich nicht alle Leserinnen und Leser sofort in ihren Bann. Aber irgendwann ist man mittendrin, und zum Ende hin wird alles pure Magie. Lesenswert. Liebenswert. Eine echte Bereicherung für jedes Bücherregal. Ein wundervolles Geschenk sowohl für Bücher- als auch für Kunstfreunde. Und ein Buch, das man sich auch ruhig selber einmal gönnen kann!

Kurzinfo
Titel: Peter Pan in Kensington Gardens
Autor: J. M. Barrie
Illustrationen: Arthur Rackham
Verlag: Verlagshaus Mescheryakov
Format: 180 x 270 mm
ISBN: 978-3-902755-14-8
Preis: € 24,90 (D)/ 25,60 (Ö)/ CHF 37,90
Erhältlich in guten Buchhandlungen oder direkt unter
http://www.idmi-verlag.com/buch-peter.php

Vielen Dank an das Verlagshaus Mescheryakov und bloggdeinbuch.de!

Jahresausklang

Zeit ist knapp. Es reicht diesmal nicht für einen ausführlicheren Rückblick, den ein aufregendes Jahr 2011 sicher verdient hätte. Stattdessen lauschen wir noch einmal Freund Hubert von Goisern und seinen Alpinkatzen dabei, wie die Zeit vergeht. Heast as nit?

Ein herzliches Dankeschön an alle treuen Leser, lieben Bloggerfreunde und die, die das eine oder andere noch werden wollen. Alles Gute für 2012 wünscht Euch

Euer Medienkanzler

Markttest geht weiter: zwei Ausgaben WIRED in 2012

Eine gute Nachricht für 2012 kommt heute vom Mediendienst kress: Das deutsche “WIRED”-Abenteuer wird fortgesetzt. Der Markttest geht weiter und 2012 beschert uns zwei weitere Ausgaben – im Bundle mit GQ und als Stand-Alone-Ausgabe!

Die erste Deutsche WIRED war großartig. Schön, dass es jetzt weitergeht! Ein Grund zur Vorfreude und zum Feiern. Bitte sehr – eine ausgefallene musikalische Darbietung für ein ausgefallenes Magazin: