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Schlagwort-Archiv: Öffentlichkeitsarbeit

Wer platzt da nicht vor Neid?

Bergische Geburtstagskaffeetafel aus der Kabinettsküche

So viele liebe und nette Geburtstagswünsche wie dieses Jahr hatte ich noch nie. Und jetzt auch noch das: Happy Belated Birthday, lieber Stellvertretender Stubenältester mit wechselndem Geschäftsbereich! ( ❦ 118)

Wer platzt da nicht vor Neid?

Was ich eigentlich sagen wollte…

Liebe Freunde von XING,

ich wollte gerade eine Statusmeldung posten. Im Fratzenbuch geht das. Bei Euch leider nicht. Schade eigentlich. Dafür habe ich den Wortlaut jetzt noch einmal hier veröffentlicht. Ich hatte eigentlich gehofft, ich müsste nicht über Euch bloggen.

Das wollte ich Euch sagen: “Die Usability von XING ist auch lange nach dem letzten Relaunch immer noch eine Katastrophe. Nachdem ich vor rund einem Jahr erneut eine Premium-Mitgliedschaft für ein Jahr abgeschlossen habe, wurde mir bereits drei Tage später eingeblendet: „Ihre Premium-Mitgliedschaft läuft bald ab. Jetzt Verlängern!“. Jetzt läuft sie wirklich bald ab. Der Hinweis ist weg. Ich musste eine viertel Stunde suchen, um dahinter zu kommen, wann sie genau endet. Sicher wird sie jetzt am Freitag automatisch verlängert. Einen „Kündigen“-Link konnte ich nirgends finden. Ich bin richtig sauer. Börsennotierten Unternehmen kann man scheinbar als Kunde grundsätzlich nicht trauen, Und wenn die automatische Verlängerung kommt, weiß ich, was als nächstes in meinem Blog steht…”

Die Titanic geht unter – in Echtzeit auf Twitter

Titanic: The Myths and Legacy of a Disaster. Einer von vielen Titeln aus dem Verlag The History Press. 100 Jahre nach dem Untergang kann das Unglück auf Twitter miterlebt werden.

Titanic: The Myths and Legacy of a Disaster (Quelle: The History Press)

Am 15. April jährt sich zum 100. Mal der Untergang der Titanic. Auf Twitter kann man ihn in Echtzeit miterleben. Inszeniert wird die Katastrophe von dem britischen Verlag The History Press, der gleich eine ganze Reihe von Titeln über den Untergang des legendären Kreuzfahrtschiffes anzubieten hat. Da kann man also alles direkt nochmal nachlesen. Schon jetzt hat der Account fast 20.000 Follower. Erstklassige Öffentlichkeitsarbeit!

Die Vorbereitungen für den Untergang sind bereits in vollem Gange. Einen ausführlichen Bericht inklusiv Verweise auf Hashtags, unter denen unterschiedliche Blickwinkel auf das historische Ereignis wiedergegeben werden, gibt es auf golem.de.

Zwangsbeglückung

BILD liebt Berlin, Plane (Quelle: Axel Springer Verlag)

Am 23. Juni soll die “BILD” an alle deutschen Haushalte ausgeliefert werden. So etwas nennt man dann wohl Volkszeitung. Auch „Werbeverweigerer“ dürfen sich über die Lektüre freuen. Das Ganze geschieht aus Anlass des 60. Geburtstags des Boulevardblattes aus dem Springer Verlag -  nicht ganz uneigennützig. Denn das Blatt feiert sich nicht nur selbst, sondern erhofft sich auch satte Werbeeinnahmen. Eine ganzseitige Anzeige soll vier Millionen Euro kosten.

Nicht alle sind von dem Angebot begeistert. Unter dem Trending Topic „Briefkasten“ machen sich findige Mitbürger auf Twitter Gedanken, wie sie wohl dieser Zwangsbeglückung entgehen können. Da ist dann auch gerne schon mal von „Zunageln“ die Rede.

„Timeo Danaos et dona ferentes“, sagte schon der Dichter Vergil. Altphilologen und Asterixleser wissen was das heißt: Ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen. „Danaer“ war einer der Namen, den das Heer der griechischen Stämme vor Troja trug. Und wie die Sache mit dem Trojanischen Pferd ausging, ist ja hinreichend bekannt…

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler stellt sein Amt zur Verfügung

Einer der nützlichsten Dienste auf Facebook ist sicher „die tägliche Nachrichtenvorschau“ von Welt Online. Hier ist neben bevorstehenden Ereignissen aus Politik und Wirtschaft regelmäßig auch allerhand nützliches in Erfahrung zu bringen. Der Welttoilettentag beispielsweise wurde dort frühzeitig angekündigt. Da erfolgte der erste Gang an diesem denkwürdigen Tag im vollen Bewusstsein seiner herausragenden Bedeutung.

Und heute gibt es das zu lesen: „Wirtschaftsminister Philipp Rösler muss das Amt turnusmäßig nach einem Jahr abgeben“. Nein, nicht das des Wirtschaftsministers. Das ist er ja erst seit Mai 2011. Es geht um das Amt des Oldenburg Grünkohlkönigs. Heute wird beim Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten ein neuer Monarch gekürt.

So ist das in unserer Mediendemokratie: Minister kann man stürzen, oder sie bringen sich selbst zu Fall. Bundespräsidenten können gehen oder bleiben wie sie wollen. Könige aber scheiden in Würde turnsmäßig aus dem Amt.

Guten Appetit!