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Ernüchternde Erkenntnis

Vor einer Weile war hier nachzulesen was passiert, wenn man auf Facebook seinen Beziehungsstatus in „getrennt lebend“ ändert.

Aber Facebook denkt mit. Heute lieferte es mir eine ernüchternde Erkenntnis:

Seniorbook

Quelle: Facebook-Werbung

Seniorenbuch statt Fratzenbuch um Singles in meinem Alter zu treffen? Alles klar. Ich mach mich dann schon mal auf die Suche nach einem Platz im Pflegeheim. Gibt es dafür eigentlich auch eine App?

Beziehungsstatus

Liebes Fratzenbuch,

ich finde es wundervoll, wie Du Dich um mich sorgst. Tag für Tag bist Du für mich da. Du willst nur das eine, nämlich dass mein Leben schöner, bunter, reicher wird. Das ist einfach zu schön, um wahr zu sein. Dafür musst Du natürlich viel über mich wissen. Und ich gebe es Dir immer bereitwillig preis. Schließlich willst Du ja nur das Beste für mich.

Singlefrau. (Quelle: Facebook-Werbung)

Darum habe ich meinen Beziehungsstatus kürzlich wahrheitsgemäß auf „getrennt lebend“ geändert. Und Du? Was tust Du? In Deiner unermesslichen Fürsorge und Nächstenliebe? Tag für Tag zeigst Du mir wunderschöne Mädchen, wie ich sie selbst bei Dir noch nie zuvor gesehen habe. „Lerne attraktive Single Frauen aus Deiner Nähe kennen“ oder „jetzt gratis registrieren“ heißt es da. Jede von haucht mir liebevoll zu: „Klick mich“. Und dann auch noch gratis. Von wegen “umsonst ist nur der Tod, und der kostet das Leben…” Bei Dir ist alles umsonst.

Singlefrau. (Quelle: Facebook-Werbung)

Liebes Fratzenbuch. Danke, dass Du Dich so um mich sorgst. Trotzdem klick ich da nicht drauf. Hast Du das noch nicht bemerkt? Oder willst Du mich etwa in Versuchung führen? Nein, der Gedanke liegt Dir fern. Sicher willst Du nur mein Bestes.

Aber jetzt nochmal zum mitschreiben. Ich will keine kostenlosen Kreditkarten. Keine Sofortfinanzierung ohne Schufa. Nichts von dem Quatsch. Und ich will auch nicht, dass Du mich mit irgendwelchen Singlefrauen verkuppelst. Meine Beziehungen sind nämlich meine Sache.

Gute Nacht!

Dein Medienkanzler

Was ich eigentlich sagen wollte…

Liebe Freunde von XING,

ich wollte gerade eine Statusmeldung posten. Im Fratzenbuch geht das. Bei Euch leider nicht. Schade eigentlich. Dafür habe ich den Wortlaut jetzt noch einmal hier veröffentlicht. Ich hatte eigentlich gehofft, ich müsste nicht über Euch bloggen.

Das wollte ich Euch sagen: “Die Usability von XING ist auch lange nach dem letzten Relaunch immer noch eine Katastrophe. Nachdem ich vor rund einem Jahr erneut eine Premium-Mitgliedschaft für ein Jahr abgeschlossen habe, wurde mir bereits drei Tage später eingeblendet: „Ihre Premium-Mitgliedschaft läuft bald ab. Jetzt Verlängern!“. Jetzt läuft sie wirklich bald ab. Der Hinweis ist weg. Ich musste eine viertel Stunde suchen, um dahinter zu kommen, wann sie genau endet. Sicher wird sie jetzt am Freitag automatisch verlängert. Einen „Kündigen“-Link konnte ich nirgends finden. Ich bin richtig sauer. Börsennotierten Unternehmen kann man scheinbar als Kunde grundsätzlich nicht trauen, Und wenn die automatische Verlängerung kommt, weiß ich, was als nächstes in meinem Blog steht…”

Die Titanic geht unter – in Echtzeit auf Twitter

Titanic: The Myths and Legacy of a Disaster. Einer von vielen Titeln aus dem Verlag The History Press. 100 Jahre nach dem Untergang kann das Unglück auf Twitter miterlebt werden.

Titanic: The Myths and Legacy of a Disaster (Quelle: The History Press)

Am 15. April jährt sich zum 100. Mal der Untergang der Titanic. Auf Twitter kann man ihn in Echtzeit miterleben. Inszeniert wird die Katastrophe von dem britischen Verlag The History Press, der gleich eine ganze Reihe von Titeln über den Untergang des legendären Kreuzfahrtschiffes anzubieten hat. Da kann man also alles direkt nochmal nachlesen. Schon jetzt hat der Account fast 20.000 Follower. Erstklassige Öffentlichkeitsarbeit!

Die Vorbereitungen für den Untergang sind bereits in vollem Gange. Einen ausführlichen Bericht inklusiv Verweise auf Hashtags, unter denen unterschiedliche Blickwinkel auf das historische Ereignis wiedergegeben werden, gibt es auf golem.de.

Heute im Internet

MBA Online hat Jugend forscht gemacht und Fakten zusammengetragen, was an einem Tag im Internet passiert. Durchschnittlich. Ziemlich beeindruckend.

Beunruhigend finde ich persönlich, dass an so einem Tag mehr iPhones verkauft als Babies zur Welt gebracht werden. Durchschnittlich. Aber zumindest neun Monate nach Karneval dürfte das Pendel zur anderen Seite ausschlagen. Findige Rechner können jetzt einmal knobeln, wann es mehr iPhones als Menschen auf der Welt geben wird.

Thanks to MBA Online for the amazing facts and figures!

A Day in the Internet
Created by: MBA Online