Ab heute wird geflattert


Oder heißt es geflattrt? Flattr, das ist dieser unmögliche Mikrobezahl-Dienst aus Schweden. Dahinter steckt der Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde.

Noch ist Flattr im Beta-Test. Schon bald könnte der Dienst neue Wege weisen, wie Inhalte im Netz bezahlt werden. Viele Blogger nutzen es bereits. Aber auch die TAZ. Es funktioniert kinderleicht: In der Beta-Phase muss man erst noch eine Einladung zum Test anfordern. Nach Erhalt kann man einen Account anlegen und den monatlichen Betrag (ab 2 €) festlegen, den man entrichten will. Dann wird das Konto eingerichtet – wie auf einem normalen Konto kann man darauf auch Zahlungseingänge verbuchen. Geben und nehmen also.

Wo immer im Netz ein Beitrag mit dem Flattr-Button auftaucht, kann man ihn flattern, wenn er es wert scheint. Und man kann den Button in die eigenen Seiten einbinden und damit selbst geflattert werden. Zum Monatsende wird der eingezahlte Betrag zwischen allen geflatterten Beitragen aufgeteilt. Zehn Prozent gehen als Provision und zur Refinanzierung an Flattr.

Ein Zukunftsmodell für die Finanzierung journalistischer Inhalte im Netz? Die Taz verdient schon um die tausend Euro im Monat. Und das in der Beta-Phase. Man gibt gerne mal ein paar Cent für einen guten Artikel. Bei einem festen Abo ist die Hemmschwelle höher.

Bleiben wir gespannt, wie sich der Dienst entwickelt. Mir scheint es der goldene Mittelweg zwischen Kostenlos-Kultur und Bezahl-Firewall im Netz. Voraussetzung sind mündige Leser, die verantwortlich handeln. Und die gibt es. Bestimmt.

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